Mein Liebster ist gegangen und ist doch bei mir

 
Mein Liebster ist gegangen und ist doch bei mir
"Mein Liebster ist gegangen und ist doch bei mir." Mein Liebster war gestorben. Er war plötzlich sehr krank geworden. Es ging sehr schnell. Ich war untröstlich. Wie sollte ich denn ohne ihn leben? Ich hatte nicht einmal genügend Zeit gehabt, mich von ihm zu verabschieden. Ich fühlte mich sehr allein, so schrecklich allein. Ich ging zu unserem See, wo wir viel Zeit miteinander verbracht hatten. Wir hielten hier des öfteren kleine Picknicks ab, zu jeder jahreszeit. Im Winter sind wir aufs Eis gegangen, im Frühling und im Herbst sind wir um den See herum spazierengegangen. Aber die schönste Zeit am See war im Sommer. In den lauen Abendstunden sind wir schwimmen gegangen und haben uns dann an den Strand gelegt. Wir genossen die nächtliche, warme Sommerluft, bewunderten die Sterne, die klar über uns standen, hörten das Glucksen des Wassers und liebten uns im warmen Sand des Ufers. Da stand ich nun und dachte an die Zeiten zurück, die so glücklich waren, daß man es kaum mit Worten beschreiben kann. Es tat so weh, daß das nun alles vorbei sein sollte! Plötzlich hörte ich ein Rauschen in der Luft, ein melodisches, schönes Rauschen, wie ich es noch nie gehört hatte. Dann sah ich ein Licht, das erst fern war und schnell näher kam. Es war ein helles, warmes Licht, das mich einhüllte wie ein Mantel. Ich fühlte mich seltsam geborgen und beschützt. Dann trat ein Engel aus dem Licht auf mich zu. Er war wunderschön. Er hatte goldene Flügel und ein freundliches, liebevolles Lächeln. Ich war verwundert, hatte aber keine Angst. Der Engel sprach mit mir. Es war nicht so, als wenn ein Mensch zu mir spricht,. Sein Mund blieb geschlossen. Die Worte, die er sprach, hörte ich in meinem Kopf. "Ich weiß, daß du traurig bist", sagte er, "dein Liebster ist von dir gegangen, so glaubst du. Dein Liebster ist auch traurig, und er will dir etwas sagen." Ich fragte mich, wie das denn gehen sollte. "Schau," sagte der Engel, "und höre, was er sagt." Er breitete ein wenig die Arme aus. Seine Flügel begannen zu leuchten. Er senkte die Arme wieder, und nun sah ich meinen Liebsten. Ich sah ihn klar und deutlich. Er schien aus der Brust des Engels herauszuwachsen. Er hatte eine Rose in der Hand und sah mich voller Liebe an. "Ich mußte von dir gehen, meine Zeit war gekommen", sagte er. "Aber ich will dir sagen, daß ich dich liebe und immer bei dir sein werde. Du kannst mich nur nicht sehen, weil ich nun keinen Körper mehr habe. Daß du mich jetzt siehst, ist eine Gnade, ein Geschenk vom Engel, daß wir uns voneinander verabschieden können. Meine Liebe zu dir wird nicht vergehen, sie endet nicht, sie bleibt für immer. Ich werde dich in deinem Leben begleiten, werde oft an deiner Seite sein. Du wirst es merken, ich werde dir Zeichen geben, die nur du verstehen kannst. Ich bin nicht fort, ich bin nur auf der anderen Seite. Du wirst weiter dein Leben leben, und ich möchte, daß du glücklich wirst. Du sollst wieder einen Partner haben, den du liebst, du sollst nicht alleine bleiben. Habe keine Angst, denke nicht, daß du mir wehtust. Ich will es so. Das hat nichts mit unserer Liebe zu tun, denn die bleibt für immer. Du tust mir weh, wenn du nicht glücklich wirst. Eines Tages werden wir uns wiedersehen, wenn die Zeit reif ist. Sei nicht traurig. Das ist mein Weg, so ist es im Buch des Lebens geschrieben, so soll es sein. Ich liebe dich. So gehe deinen Weg, werde glücklich, das macht mich glücklich. Ich muß jetzt gehen, unsere Liebe bleibt in deinem Herzen. Ich liebe dich." Er küßte die Rose und legte sie auf das Wasser. Sein Bild verblaßte, der Engel stand klar und leuchtend vor mir. "Es wird ihm gutgehen, ich passe auf ihn auf", hörte ich ihn in meinem Kopf sagen. Er hob die Arme, seine Flügel pulsierten hell und dunkel, bis sie verblaßten. Ich sah ihn nicht mehr, es war wieder dunkel um mich herum. Dann hörte ich wieder das Rauschen, das schöne melodische Rauschen, das ich am Anfang schon gehört hatte. Dann war es still, sehr still. Ich hörte deutlich das Rauschen meines Blutes in den Ohren. Ich war ganz verwirrt, aber irgendwie fühlte ich mich getröstet. Mein Liebster war gegangen und ist doch bei mir. Das wird mir Kraft geben für mein weiteres Leben. Mein Liebster hat seinen festen Platz in meinem Herzen. Er wird mich begleiten, das weiß ich jetzt. Das macht es mir leicht, meinen Lebensweg zu gehen. Vielleicht werde ich eines Tages wieder eine neue Liebe für mich finden. Ich werde dann meinen Liebsten fragen, ob das ein guter Partner für mich ist. Er wird mir ein Zeichen geben, da bin ich mir ganz sicher. Unsere Zeit, unsere Liebe werde ich wie einen Schatz in meinem Herzen hüten. Das kann mir niemand nehmen.
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